KOMPOSTIERUNG

Im Jahr 1980 wurde von Franz KRANZINGER sen. ein Verfahren
aufgegriffen, aus kompostierter Nadelholzrinde einen Substratausgangsstoff für
torfreduzierte Substrate und Bodenhilfsstoffe herzustellen. Das Verfahren wurde
entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und unter Beachtung der
Qualitätsanforderungen der Österreichischen Düngemittelverordnung modifiziert.

Basierend auf den positiven Erfahrungen bei der Kompostierung von Rinde erfolgte im
Jahr 1988 unter Anwendung desselben Verfahrensprinzips die Kompostierung von Laubund
Strauchschnitt zu einem weiteren Torfersatzstoff.

Das Verfahren beruht auf einer kontrollierten Heiß- und Nachrottephase mit einer
anschließenden mehrmonatigen bis mehrjährigen Nachlagerung. Messungen der
Feuchte und kontinuierliche Aufzeichnungen der Temperatur und die regelmäßige
Umsetzung (Belüftung) des Rottegutes sowie die lange Nachlagerung sorgen für einen
reifen, vollständig hygienisierten Substratausgangsstoff.

Durch die steigende Nachfrage nach Substraten bzw. Blumenerden und
Bodenhilfsstoffen mussten auch die eingesetzten Maschinen und Geräte leistungsfähiger
und Gebäude größer werden. Deshalb wurde im Jahr 2001 eine Rottehalle mit einer
überdachten Fläche von 12.000 m2 errichtet. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die
Kompostierung witterungsunabhängig.

Im selben Jahr erschien erstmals die Österreichische Kompostverordnung, deren
Qualitätsanforderungen („Kompost zur Erdenherstellung für den Hobbygartenbau“) die
Komposte von Kranzinger von Anfang an erfüllt haben. Dazu zählten im Wesentlichen
die Einhaltung der Grenzwerte für Schwermetalle und Störstoffe, der negative Nachweis
an humanpathogenen Krankheitserregern (z.B.Salmonellen) sowie eine gute
Pflanzenverträglichkeit aufgrund des stets niedrigen Salzgehaltes.

Alle diese Eigenschaften und gesetzlichen Vorgaben werden im Rahmen regelmäßiger
Untersuchungen durch unabhängige Laboratorien und durch amtliche Kontrollen der
Düngemittelbehörde (AGES) sowie durch die Externe Güteüberwachung gemäß
Kompostverordnung kontrolliert.

Für ihre torffreien Produkte gemäß RL UZ 32 ist die Franz Kranzinger GmbH bereits seit
dem Jahr 1997 berechtigt, das Österreichische Umweltzeichen für „Torffreie
Kultursubstrate, Bodenhilfsstoffe, Düngemittel und Komposte“ zu führen.